Schützengesellschaft Wallenfels e.V.

 

 

 

 

1961-1984

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TEIL V ( 1961 - 1984 )

 

Die Zeit nach dem glanzvollen 100jährigen Gründungsfest im Jahr 1960 war geprägt von Mitgliederwerbungen, Grundstückserwerbungen und Baumaßnahmen. Der wirtschaftliche Aufschwung im Lande machte sich auch bei der SG bemerkbar.

Die Werbung junger Mitglieder war seit 1966 intensiv betrieben worden. Sie war immer ein Hauptanliegen von Christian Müller-Lisa und des Ehrenschützenmeisters Johann Gleich-Kölla sowie der jeweiligen Schützenmeister.

Durch die fast immer gut besuchten Schützen-u. Volksfeste wurden die Platzverhältnisse auf dem bisherigen Festplatz immer beengter.

Zunächst wurde eine 2800 qm große Wiese hinter dem Schießhaus von Josef Köstner, Schützenstraße 28, gepachtet und von Betti Köstner am 12.10.1967 erworben, wobei einige Mitglieder mit Privatdarlehen der SG unter die Arme griffen.

Schwieriger verliefen die Verhandlungen mit Anna Mähringer bezüglich des Erwerbs ihrer Wiese am Westrand des Schützenplatzes. Vom 03.01.1966 bis 1972 wurde das Grundstück in Pacht genutzt. Am 12.05.1972 gelang es dem 1. Vorstand Christian Müller-Lisa, nach vielen Verhandlungen, die 2420 qm große Wiese zu erwerben. Müller-Lisa finanzierte diesen Kauf durch ein Vorschussdarlehen. 9 Mitglieder zeichneten ebenfalls Darlehen und gaben Spenden, um die Rückzahlungen schneller voranzutreiben.

In der außerordentlichen Hauptversammlung am 18.05.1972 bezeichnete Ausschussmitglied Hans P. Will diesen Kauf als einen Markstein in der SG und dankte unter großem Beifall dem 1. Vorstand für seine großen Bemühungen und finanziellen Unterstützungen. Somit war die Gesellschaft platzmäßig alle Sorgen los.

Ab 1966 war das Hauptproblem die baulichen Veränderungen am Schützenhaus, da durch den immer größer werdenden Betrieb bei den Schützenfesten die Platzverhältnisse bezüglich Bewirtung und Hygiene einfach nicht mehr ausreichten. Am 16.02.1967 wurde von Mitglied Helmut Müller Ing. ein Entwurf für die Erweiterung des Schützenhauses und der WC-Anlagen vorgelegt.

Durch den Zimmerbrand im Schießhaus am 11.12.1967 mit Fußboden- und Dachschäden sowie teilweiser Zerstörung von 20 alten Schützenscheiben wurde die Verwirklichung der Planung vorangetrieben. Am 02.02.1968 wurde beschlossen, den Erweiterungsbau durchzuführen. Die Gesamtbaukosten wurden in der Sitzung am 27.02.1969 mit 54 911,16 DM vom damaligen langjährigen Kassier Johann Köstner-Lola angegeben.Diese Arbeiten konnten nur durch viel Eigenleistung, Bausteinzeichnungen in Höhe von 15 000,--DM, einen Staatszuschuß von 10 000,--DM, Feuerversicherungszahlungen in Höhe von 4 000,--DM, Brauereizuschüsse und Darlehensaufnahmen finanziert werden.

Die 1972 gegründete Luftpistolenmannschaft errang im gleichen Jahr auf Anhieb die Meisterschaft im Gau-Nord und hatte auch in den folgenden Jahren bei verschiedenen Wettkämpfen schöne Erfolge aufzuweisen.

Auf der Jahreshauptversammlung vom 13.03.1975 fiel u.a. der Beschluß, eine Königskette für den Jungschützenkönig anzuschaffen. Dieser wurde schnellstens umgesetzt und noch im gleichen Jahr konnte die Jungschützenkönigin Christine Buckreis diese Kette erstmals tragen. In dieser Hauptversammlung wurden auch besondere Ehrungen durchgeführt. So konnten besonders geeehrt werden für langjährige Verdienste:

       7o Jahre - Gauehrenschütze und Ehrenmitglied Andreas Köstner

       60 Jahre - Gauehrenschütze und Ehrenschützenmeister Hans Gleich-Kölla

       50 Jahre - Müller-Zeiner Josef, Müller-Gei Richard, Stumpf-Rauh Christian,

                  Georg Mähringer, Johann Behrschmidt und Christian Müller-Lisa.

Der Verein zählte 1975 an Mitgliedern 151 und 2 Ehrenmitglieder.

Im Jahre 1975 wurden auch 15 automatische Scheibenanlagen eingebaut, die zum großen Teil von Schützenmitgliedern gesponsert werden konnten.

Anläßlich des 25jährigen Bestehens des Schützengaues Nord Coburg wurde die Austragung der Gauversammlung nach Wallenfels vergeben.

Im dortigen Kurzentrum konnten am 24.04.1977 300 Teilnehmer aus 75 Vereinen begrüßt werden. Diese Versammlung war mustergültig vorbereitet worden.

Durch einige gut besuchte Schützenfeste mit Selbstbewirtschaftung sowie durch Spenden konnte auf der Jahreshauptversammlung vom 15.03.1979 der damalige Schatzmeister Anton Klinger voll Stolz die Schuldenfreiheit der Gesellschaft bekannt geben. In dieser Versammlung wurden Christian Müller-Lisa zum Ehrenvorstand und Karl Zeuß zum Ehrenschriftführer ernannt.

Im Jahre 1980 wurde auf Betreiben des Gauausschußmitgliedes Franz Müller-Kemmer eine Wintersportgruppe für Langlauf und Biathlon gegründet. Dadurch konnten nicht nur neue Mitglieder gewonnen werden, sondern es wurden im Verlauf der nächsten Jahre durch diese Gruppe auch beachtliche Erfolge erzielt.

1981 betrug der Mitgliederstand 4 Ehrenmitglieder, 167 Mitglieder und zusätzlich 8 Wintersportmitglieder. Richard Müller-Gei erhielt die Ehrenmitgliedschaft für 56 Jahre Angehörigkeit, seit 1925. Als Förderer und Gönner des Vereins hat er sich große Verdienste erworben. Schützenkönig 1981 wurde Franz Grebner, Jungschützenkönig dessen Sohn Thomas Grebner.

1982 konnte zunächst kein neuer 1. Vorstand bei der im Frühjahr stattgefundenen Jahreshauptversammlung gefunden werden. Die vakante Stelle wurde bis zum Herbst von einem immens geforderten 1. Schützenmeister Bernhard Gleich-Kölla mit seinem Team in Vertretung bravurös ausgefüllt, bis am 14.10.1982 Helmut Müller-Ing. als neuer 1. Vorstand gewählt werden konnte. Zudem erhielt Werner Zeuß von der Versammlung das Vertrauen als neuer Schriftführer, nachdem dessen Vater Karl Zeuß, Ehrenschriftführer, das Amt nach 34 Jahren niederlegte. Die Arbeit von Karl Zeuß für die Schützengesellschaft in den vielen Jahren kann nicht hoch genug eingestuft und gewürdigt werden.

 Im Jahr 1983 erfolgte die unbedingt nötige Auffüllung des Schützenplatzes mit Planierung. Weitere Kosten entstanden durch den Stromanschluß durch die EVO. Im gleichen Jahr konnte die Abgrenzung des Platzes zur Bundesstraße hin mit einem massiven Querbretterzaun durchgeführt werden, an dessen Kosten sich alle vier ortsansässigen Sägewerke im gleichen Verhältnis beteiligten. Die notwendig gewordene Fahnenrestaurierung fiel auch in dasselbe Jahr. Ehrenvorstand Müller-Lisa, 1. Schützenmeister Bernhard Gleich-Kölla und Ausschussmitglied H.P.Will trugen zur Finanzierung bei.

In der Jahreshauptversammlung 1984 wurde ein weiterer Schützenbruder zum Ehrenmitglied ernannt. Christian Stumpf-Rauh trat als 17jähriger dem Verein 1924 bei und wurde dementsprechend für seine langjährigen Verdienste gewürdigt.

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